Was bedeutet das Wort *Zucht*

Unter dem Begriff *Zucht* wird die gezielte Fortpflanzung mit Rüde und Hündin verstanden. Das Zuchtziel ist das Erhalten von Welpen mit definierten Eigenschaften der Elterntiere. Hierbei geht es im Besonderen um die Vererbung bestimmter Rassemerkmale wie Charakter, Körperbau und Gesundheit. Oberstes Ziel der Hundezucht ist die Erhaltung und Optimierung der Gesundheit und Qualität des Tieres. Tierschutzorientierte Punkte stehen im Vordergrund und nicht der finanzielle Aspekt, wie es bei unseriösen Züchtern leider oft der Fall ist. In Zuchtbestimmungen, die sehr streng sind, steht geschrieben, dass nur gesunde Hunde ohne genetische Defekte gezüchtet werden dürfen, zudem nur die Rassen, die sozial verträglich sind.

Deswegen sollte jeder Hund der zur Zucht eingesetzt wird eine Zuchttauglichkeittsprüfung haben...die natürlich bei jedem Züchter eingesehen werden kann!! Desweiteren möchte ich dazu noch ein paar Denkanstöße geben.

Jeder "Welpenkäufer" hat das Recht auf einen gesunden Welpen, dazu gehört aber auch das der Züchter eine Auslese bei seinen Zuchthunden betreibt..d.h. in der Praxis das ein Zuchthund der gesundheitliche Mängel vererbt nichts in der Zucht zu suchen hat...ein Züchter kann aber nicht jeden aus der Zucht genommenen Hund behalten...da natürlich auch jeder Hund ein Recht auf Zuwendung, Streicheleinheiten usw hat...es ist für uns Züchter da sehr schwierig die Balance zu finden...behält ein Züchter alle alten Hunde, wird ihm vorgeworfen zuvielen Hunden nicht gerecht zu werden..gibt er "ältere" Hunde in Liebhaberhände wird ihm vorgeworfen das Hunde die ihm kein Geld mehr einbringen abgibt...betreibt er aber keine Auslese bei seinen Zuchthunden braucht er logischerweise auch keine "älteren" Tiere abgeben..aber dann bekommen die neuen Hundeeltern mitunter Welpen mit gesundheitlichen Problemen ..Tja wie macht man es dann richtig??

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Seriöse Hundezüchter halten mehr als drei Hündinnen und haben mindestens drei Würfe im Jahr. Zur gewerblichen Hundezüchtung ist eine Erlaubnis des Fachbereichs Veterinärwesen und Verbraucherschutz notwendig. Die Mindestanforderungen an einen Züchter regelt der §11 des Tierschutzgesetzes.

Verurteilen Sie keinen Züchter der , für Sie, einen großen Bestand an Zuchthunden hat...denn nicht jeder Rüde passt zu jeder Hündin .Ein Züchter der einen "großen" Bestand hat ist stets bemüht die bestmöglichen Verpaarungen zu machen um so wesensfeste, gesunde und gut sozialisierte Welpen zu züchten.ABER man muss hier natürlich auch unterscheiden hat der Züchter "viele" Zuchthunde um gut verpaaren zu können oder hat er viele Zuchthunde um möglichst viele Welpen züchten zu können..schauen Sie sich den Pflege- und Ernährungszustand der Zuchhunde an und auch wie diese Hunde im Rudel zusammenleben...natürlich wird ein Fremder erst einmal verbellt...aber das sollte sich nach kurzer Zeit in einem gut geführten und sozialisierten Rudel legen!!

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Entwicklung der Hundezucht

Der Haushund gehört zur Art der Wölfe. Die Gattung ist die der echten Hunde, der Familie der Hundartigen. Die Familie ist den Raubtieren untergeordnet, die wiederum zu den Säugetieren gehören.

Forscher streiten bis heute, wann sich der Hund vom Wolf separiert hat. Spekulationen ergeben, dass bereits vor 135.000 Jahren Abspaltungen von Wolf und Hund existierten. Gegner dieser Theorie verweisen auf mangelnde Beweise hierfür, da es keine Ausgrabungen gibt. Der Hund muss also viel jünger sein.

Mit Sesshaftwerdung des Menschen passte auch der Hund sein Verhalten den Lebensumständen der Menschen an. Hunde wurden nach konkreten Gesichtspunkten ausgewählt und für bestimmte Zwecke genutzt. Durch die zweckgebundene Auswahl bildeten sich unterschiedliche anatomische und charakteristische Merkmale heraus. Diese waren die Basis für die Entstehung der Hunderassen, die sich im Laufe der Generationen mehr und mehr festigten.

Anfangs waren es Leistungsmerkmale, die einen Hund in einer bestimmten Region oder innerhalb eines Rudels auszeichneten. Diese Leistungsmerkmale waren z.B. die Ausdauer von Hütehunden, die Kraft und der Mut bei Wachhunden oder die Wendigkeit bei Jagdhunden. Im Laufe der Zeit kamen zu diesen Merkmalen die äußeren gemeinsamen Merkmale. Ursache war neben den gemeinsamen Umweltbedingungen vor allem die gezielte Paarung von Tieren mit gleichen bzw. ähnlichen Merkmalen. Werden Tiere mit gleichen bzw. ähnlichen Merkmalen gekreuzt, so werden die erwünschten Eigenschaften gefördert und gefestigt. Unerwünschte Merkmale werden ausgeschlossen, indem die Merkmalsträger und –vererber nicht gezüchtet werden. Dies waren die Anfänge der Hundezucht, die mit der Entdeckung der Mendelschen Gesetze über Vererbung stetig verfeinert wurden.

Rassehunde werden heute auf Wesen, Schönheit und Leistung gezüchtet. Für jede Hunderasse gibt es einen Rassestandard, den die Fédération Cynologique Internationale (FCI) erlassen hat. Als größter internationaler Dachverband für Hundezucht erkennt die FCI derzeit 336 Hunderassen an, für die es eine Einteilung in 10 Gruppen gibt:

  1. Hütehunde und Treibhunde (ohne Schweizer Sennenhund)
  2. Pinscher und Schnauzer, Molossoide, Schweizer Sennenhund u.a.
  3. Terrier
  4. Dachshunde
  5. Spitze und Hunde vom Urtyp
  6. Laufhunde, Schweißhunde und verwandte Rassen
  7. Vorstehhunde
  8. Apportierhunde, Stöberhunde, Wasserhunde
  9. Gesellschafts- und Begleithunde
  10. Windhunde

Oberste Priorität hat bei der Züchtung die Erhaltung von Wesen, Gesundheit und rassetypischen Merkmalen. Zur Erreichung dieser hohen Zuchtziele haben die Vereine ein strenges Zuchtreglement erlassen. Hier ist geregelt, dass nur gesunde und wesensmäßig einwandfreie Tiere gezüchtet werden dürfen und dass beim Züchter anstandslose Haltungsbedingungen herrschen.

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Voraussetzungen zur Zucht

Um eine Hundezucht zu betreiben, verpflichtet das deutsche Tierschutzgesetz jeden Hundezüchter, die mehr als drei Hündinnen halten oder mindestes drei Würfe pro Jahr erzielen, eine Genehmigung nach §11 des Tierschutzgesetzes einzuholen. Für die Genehmigung, die beim örtlichen Veterinäramt beantragt wird, sind folgende Voraussetzungen zu erfüllen:

  • Fachkenntnis der verantwortlichen Person
  • Zuverlässigkeit der verantwortlichen Person

Die Hunde müssen artgerecht gehalten werden, d.h. die Räumlichkeiten müssen eine tierartgerechte Ernährung, Pflege und Unterbringung gewährleisten

Soweit es zum Schutz des Tieres nötig ist, sind die Genehmigungen mit Fristen, Bedingungen und Auflagen verbunden. Einige Beispiele hierfür sind das Führen eines Tierbestandsbuches, eine Beschränkung nach Art, Gattung oder Zahl der Tiere.

Mit Genehmigung nach §11 des Tierschutzgesetzes wird auch eine gewerbsmäßige Hundezucht-Genehmigung erteilt. Ausschlaggebendes Kriterium ist hierbei die Anzahl der gehaltenen fortpflanzungsfähigen Hündinnen. Unberücksichtigt bleibt, ob der Züchter Hündinnen zur Zucht verwendet, die nicht in seinem Haus leben. Sobald er aber drei Würfe im Jahr zieht, ist er anmeldepflichtig.

Eine Gewerbsmäßigkeit setzt eine Gewinnerzielungsabsicht voraus. Unabhängig davon, ob tatsächlich ein Gewinn erzielt wird. Grundlage hierfür ist, dass die Tätigkeit

  • nach Außen in Erscheinung tritt
  • planmäßig und
  • fortgesetzt ausgeübt wird.

Wer die gewerbliche Hundezucht ohne die erforderliche Erlaubnis ausübt oder gegen die Auflangen der Erlaubnis verstößt, handelt  ordnungswidrig und kann mit einer Geldbuße bis zu 25.000€ bestraft werden.

Ist der Züchter im Urlaub, muss er auf jeden Fall für eine kompetente Vertretung sorgen.

Ein Züchter muss sich ein umfangreiches Wissen aneignen, um all diesen Anforderungen gerecht zu werden. Hierzu gehört:

  • Wissen über Hundeverhalten, Genetik, Erbkrankheiten, Erbgänge, Entwicklung, Umwelteinflüsse und Prophylaxe
  • Zuchtverfahren, Zuchtwahl, Rassestandards und deren „gesunde“ Interpretation
  • Umfangreiche Rassekenntnisse und –erfahrungen

Um dieses Wissen zu erlangen, sollte der Züchter Seminare, Rassemeetings und Zuchtschauen besuchen und außerdem die Ahnentafeln sowie Zuchtbücher und kynologische Artikel, Fachbücher und Videos studieren. Der Erfahrungsaustausch mit langjährigen erfolgreichen Züchtern gehört ebenso dazu wie die Beurteilung der eigenen Hunde und der Überblick über Rasseentwicklung, die bedeutendsten Vererber, die Kontrolle über Nachzüchtungen, Mangel und Trend in der Rasse.

Neben einer guten Menschenkenntnis gehören auch Kenntnisse der Vorschriften der Zuchtbestimmungen. Um einen Zuchtbetrieb zu betreiben muss der Züchter auch geschäftlich tätig sein. Dies geschieht durch:

  • Werbung
  • Beratung
  • Präsentation
  • Absatz
  • Auswahl
  • Betreuung
  • Verkauf
  • Nachsorge

Unter Beratung versteht man Telefonate, Korrespondenz, persönliche Gespräche mit Interessenten, Erstellung und Übermittlung von Informationsmaterial.

Die Präsentation der Zuchtumgebung sowie die der Hunde erfordert eine Terminkoordination, Einladung der Interessenten, deren Bewirtung und ggf. Organisation von Übernachtungsmöglichkeiten.

Der Part des Verkaufs ist mit einer abschließenden Beratung des neuen Welpenbesitzers verbunden. Hierbei werden Dinge wie Anleitung für die Umgewöhnung des Welpen, Tipps und Ratschläge zur Eingewöhnung, Stubenreinheit und Ernährung angesprochen. Ebenso wird über Tierarztbesuche und Impfungen sowie über Entwurmungskuren und Verhaltensregeln informiert. Der Kaufvertrag wird unterzeichnet und sämtliche Papiere ausgehändigt. Abschließend sollte der Züchter Futter zur Erstversorgung sowie Spielzeug dem neuen Welpenbesitzer mit auf den Weg geben.

Ich habe für meine neuen Hundeeltern eine Welpenfibel entworfen in der alles wichtige zu ihrem zukünftigen Hund drin steht..die Impf- und Entwurmungstermine, wie und wann gefüttert wird usw., da die neuen Hundeeltern meißt ja schon in Gedanken bei ihrem Liebling sind und manchmal so doch einige Sachen/Ratschläge vergessen...lach...so haben Sie alles nochmal zum nachlesen, was nicht heißen soll das damit nun meine Verantwortung zu Ende ist.

Ich stehe natürlich weiterhin mit Rat und Tat zur Seite!!

Hier finden sie noch Infos zu unserer Zucht!!

*Kinderzimmer         *Meine Käuferwahl*

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Die Nachsorge des Züchters umfasst dessen Rückmeldung beim neuen Besitzer und dem Einholen von Informationen darüber, wie sich der Welpe eingewöhnt hat. Sollte unvorhergesehen eine Rücknahme des Hundes nötig werden, ist auch die Weitervermittlung eine Aufgabe des Züchters. In wenigen Fällen erstreckt sich die Nachsorge auch auf die Beratung und Anleitung des Besitzers, wenn dieser sich ebenfalls für die Hundezucht interessiert.

Ein Züchter, der die Hundezucht in diesem Sinne betreibt, ist ein professioneller Züchter, dem jeder Hundefreund vertrauen kann.

Ihre Martina Obst, Züchterin....