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Entstehung der Rasse!!

 

Widerristhöhe: Nicht mehr als 26,7 cm.

Gewicht: Zwischen 4,5 und 8,1 kg.

Farbe:
Alle Farben sind zulässig, eine weiße Blesse wird besonders geschätzt.

Durchschnittliche Lebenserwartung: 14 Jahre.

Andere Namen: Chrysanthemum Dog

Anerkennung durch: 
FCI (Fédération Cynologie International) 
AKC (American Kennel Club) 
CKC (Canadian Kennel CLub) 
TKC (The Kennel Club of Great Britain) 
UKC (United Kennel Club)

FCI-Gruppe 9: Gesellschafts- und Begleithunde

 

Geschichte:

Die Geschichte des Shih Tzu begann im 17. Jahrhundert während der Mandschu-Dynastie. Der Dalai-Lama in Tibet machte dem chinesischen Kaiser kleine heilige Löwenhunde zum Geschenk. In China dann paarte sich der einstige Tempelhüter mit Pekinesen, wodurch er seine originelle Gestalt erhielt. Tzu-Hsi, die kompromisslose und autoritäre Herrscherin Chinas und Großmutter des letzten chinesischen Kaisers, besaß eine fanatische Vorliebe für diese kleinen Gesellen. Unter ihrer Regierung lebten Shih Tzus in Marmorpavillons, betreut von Eunuchen, und jeden Tag stattete sie ihren Lieblingen einen Besuch ab. Ihr Tod im Jahr 1908 versetzte der Rasse einen verhängnisvollen Rückschlag.

In den 30er Jahren dieses Jahrhunderts verließ der Shih Tzu den Palast und lebte von nun an auch bei chinesischen Honoratioren und in reichen, westlichen Familien. Diese "Demokratisierung" führte dazu, daß die Zuchtauswahl nicht mehr ganz so rigoros betrieben wurde wie von den Palasteunuchen. Und zudem wurden dem Hund nun die verschiedensten Rassenamen verpaßt: Lhasa Terrier, Tibetanischer Pudel, Lhasa Löwenhund oder Chrysanthemenhund.

Im Jahr 1934 gründeten Europäer in China den "Peking Kennel Club". 1937 gewann die französische Comtesse von Anjou den 1. Preis mit ihrer Hündin Shih Tzo. Alle Rasseempfehlungen vom Hofe Tzu-Hsis hatte die Französin beherzigt; das war möglich, weil sie mit einer Hofdame der chinesischen Herrscherin befreundet war. Mit der japanischen Invasion in China im Jahr 1937 verschwand der Shih Tzu dann aus seinem Heimatland. Europäer brachten ihn glücklicherweise in den Westen. Nach Amerika kam er erst im Jahr 1955.

Die Comtesse von Anjou verließ China ohne ihren Shih Tzu. Glücklicherweise fand sie bei einer englischen Züchterin Abkömlinge aus direkter Linie und übernahm die weitere Zucht. Im Jahr 1953 ließ sie einige Würfe in das französische Zuchtbuch eintragen. Bis 1970 sah man in Frankreich selten Shih Tzus, danach trat er vermehrt auf und nimmt heutzutage seinen Platz im Mittelfeld der Hundehitparade ein.

 

Wesen und Haltung:

Trotz seiner geringen Größe ist der Shih Tzu ein richtiger Herr. Er liebt es, das Shoßhündchen zu spielen und an den Gesprächen einer feinen Gesellschaft auf den Knien seines Frauchens oder auf einem Kissen thronen teilzunehmen. Seine kaiserliche Vergangenheit hat eben Spuren hinterlassen. Sein asiatischer Charakter läßt ihn immer eine gewisse Distanz zu seinem Besitzer halten, den er zwar liebt, aber auf dessen Armen er es nie lange aushält. Dieser Individualist braucht seine physische und psychische Freiheit. Deshalb erweist sich auch die Erziehung des Shih Tzu als schwierig. Tadel für ungehorsames Verhalten lassen ihn ziemlich kalt, und seine Versuche, gehorsam zu sein, bleiben eher halbherzig. Er ist zwar nicht unbedingt ein Rebell, doch ab und zu ganz schön widerspenstig. Besucher empfängt er zunächst höflich, aber wehe, jemand ist ihm unsympatisch - das zeigt er recht deutlich.

Im Kreise der Familie benimmt sich der Shih Tzu niemals zurückhaltend. Seine Zuneigungsbeweise lassen sich eher schwer bändigen. Dieser Hund betrachtet seine Besitzer als Gleichgestellte oder mehr noch als Untertanen, denn als Chef. Deshalb ist Entschlossenheit bei seiner Erziehung oberstes Gebot - sonst entwickelt er sich zu einem kleinen Diktator. Wenn er nicht gehorcht, dann schmollt man am besten, das trifft ihn besser als jede Strafe oder Verweis.

Der Shih Tzu fühlt sich in einer Wohnung wohl und betrachtet sie sehr schnell als sein eigenes Reich, das er wie ein Revier inspiziert. Feste Zeiten für Spaziergänge und immer neue Routen sind empfehlenswert. Wenn das Fell beim Spaziergang naß oder schmutzig geworden ist, wird es gleicht gereinigt oder getrocknet. Aufgrund seiner Größer und seines Charakters hat der Shih Tzu gewisse Ähnlichkeit mit einer Katze. Beide verstehen sich auch gut miteinander. Das Herrchen eines Shih Tzu ist häufig auch ein Katzenliebhaber und besitzt oft sogar ein paar Samtpfoten.

 

 Pflege:

Seine Pflege erfordert viel Zeit und Geduld. Das lange Fell muß täglich mit einer guten Bürste und zusätzlich mit einem grobzinkigen Kamm bearbeitet werden. Zum Baden wird ein mildes Shampoo benutzt. Das nasse Fell muß danach immer gut ausgekämmt und getrocknet werden